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Eine Partie voller Endspiele

Karlovich,A (2242) - Grin,D (2282)

Caissa Open Kharkov 2000

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.Dd3 Anspruchslos. 4...dxe4 5.Dxe4 Sf6 6.Dh4 Sc6 7.Sf3 Le7 8.Lg5 Sd5 9.Sxd5 Dxd5 10.Lxe7 Sxe7 11.Ld3 Sf5 12.Df4 Dd6 13.Dxd6 Sxd6 14.Se5 b6 15.0-0 Lb7 Schwarz hat nach relativ ruhigem Verlauf der Eröffnung vollkommen ausgeglichen. 16.Tfe1 Ke7 17.Tad1 Tac8 18.Lf1 Thd8 19.c3?! g6?! Beide Spieler haben sich bislang nicht gerade als gnadenlose Kampfgockel geoutet, Unentschlossenheit (oder Geduld !?) beherrscht hüben wie drüben die Spielweise. 20.g3 c5 21.dxc5 Das ist recht höflich gegenüber Schwarz, kommt ihm sozusagen entgegen. Ich hätte 21.f4 vorgezogen. 21...Txc5 22.Lg2 Der schwarze Läufer stiert zwar furchterregend die Diagonale entlang wie ein Revolverheld die staubige Straße in Tombstone, doch tut er dies mit leerem Blick. Tatsächlich ist er m.E. schwächer als sein schüchtern wirkender weißer Kollege. Deswegen hätte ich den Tausch zumindest "verschoben". Als Alternative wäre hier wohl 22.Lh3 in Frage gekommen. 22...Lxg2 23.Kxg2 Tc7 24.Td4 f6









Stellung nach 24. ... f6

Sieh da ! Kaum machte Weiß Anstalten, seine Türme zu verdoppeln, wird auch Schwarz unhöflich. 25.Sd3

Mit 25.Sf3 e5 26.Td5 Ke6 27.Ted1 Tcd7 sollte Weiß noch ungefähr gleiche Chancen wahren.

25...e5 26.f4 Gefällt mir nicht, ist das Resultat doch ein gedeckter Freibauer für Schwarz. Gibt´s Alternativen ?

26.Td5 Tcd7 (26...Ke6 27.Sf4+ Kf7 28.Ted1) 27.b3
A) 27...Sb5 28.Txd7+ Kxd7
(28...Txd7? 29.Sxe5) 29.c4 Sd4 30.Sb4 =
B) 27...Sf7 28.Txd7+ Txd7 29.Sb4 Td2 30.c4 Ke6 31.Kf3 Sd6 32.Te2 e4+ 33.Ke3 Td1 34.Td2 =+

26...e4 27.Sb4 Tcc8 28.Ted1 f5 29.Kf2 Ke6 30.Td5 Sf7 31.Txd8 Sxd8 Schwarz weicht dem möglichen, offensichtlich doch für ihn günstigen Springerendspiel aus ? Warum ? Werfen wir einen Blick darauf und machen hier die erste größere Cäsur:

31...Txd8 Dem thematischen Endspiel ist kaum auszuweichen, da ansonsten der schwarze Turm auf die zweite Reihe eindringt. 32.Txd8 Sxd8

Wie ist dieses Endspiel nun zu bewerten ? (Diagramm)









Stellung nach 32. ... Sxd8 (Variante)

Also ? Schwarz hat die Bauernmajorität am Königsflügel, Weiß 3 gegen 2 Bauern am Damenflügel. Über den Vorteil von Schwarz kann angesichts des gedeckten Freibauern e4 zwar kein Zweifel bestehen, aber leider ist dieser gedeckte Freibauer keine Leuchte seiner Spezies: Er ist nämlich ein Mittelbauer, ansonsten sicherlich einer der edleren Ackerknechte. In diesem Fall aber - im Springerendspiel mit pawns auf beiden Flügeln - würde man von einem gedeckten Freibauern natürlich besser profitieren können, je näher dieser zum Rand des Brettes (und damit sind natürlich auch die Grundreihen gemeint) plaziert wäre. Somit sind die Bauern im Zentrum ausnahmsweise einmal die schlechtesten Soldaten. Warum, kann man sich z.B. leicht vor Augen halten, wenn man die Beweglichkeit des weißen Königs in unserem Endspiel betrachtet. In der weißen Bretthälfte verläßt er überhaupt nur auf der a-Linie das Quadrat des Bauern e4. Er ist also als Verteidiger keineswegs signifikant eingeschränkt - vergleichen Sie z.B. mit einem Freibauern g4 ! Immerhin haben beide Parteien Bauern auf der a-Linie, aber wie soll Schwarz im Minoritätsvorstoß die weiße Bauernmehrheit zersplittern, um dann aus dem weißen Holzkönig "Gummi" zu machen ? Die Probleme von Schwarz werden deutlich, wenn wir eine Variante (für unsere Zwecke forciert) in´s Bauernendspiel lenken, z.B. mittels 33.Ke3 Kd6 34.Kd4 Sc6+ 35.Sxc6 Kxc6 36.b3! Mit diesem letzten Zug wird die weiße "Auffangstellung" konstruiert.









Stellung nach 36. b3! (Variante)

Vorausgesetzt, Weiß reagiert von diesem Zeitpunkt an nur noch, pendelt also mit seinem König bis auf weiteres nur noch zwischen e3 und d2, wie will Schwarz nun gewinnen ? Am Damenflügel - versuchen Sie es doch einmal - ist kein Durchkommen. Und wie wäre es mit dem (naiven) Versuch der Bildung eines Freibauernpaares am Königsflügel ? 36...h6 37.h3 g5? 38.fxg5 hxg5 39.h4 und Weiß wird auch am Damenflügel durch c4, b4 und ggf. c5 einen zweiten entfernten Freibauern bilden. Nun ist der schwarze König "Gummi". Die Fähigkeit der weißen Damenbauern zur Bildung eines Freibauern und die relative Beweglichkeit des weißen Monarchen machen die weiße Position haltbar. In der Regel kann man Springerendspiele ganz ähnlich wie Bauernendspiele bewerten, in diesem Fall aber bietet die Existenz der Springer Schwarz vielleicht die Chance, die weiße Stellung "aufzulockern". Forcieren wir die weißen Probleme etwas, steigen also in die o.g. Variante erneut ein, doch nun ziehen wir statt des Übergangs in´s Bauernendspiel 34...Se6+ (Diagramm)









Stellung nach 34. ... Se6+ (Variante)

35.Ke3 a5 36.Sc2 Sc5 37.b3 Sd3 38.Kd2 Weiß verweigert nun möglichst weitere, eventuell schwächende Bauernzüge. 38...b5 39.Se3 Ganz offensichtlich reichen Springer und König zur Verteidigung angegriffener Bauern oder unangenehmer Einbruchsfelder. Am Ende komme ich in meiner Bewertung zu dem Ergebnis, daß auch das Springerendspiel für Weiß haltbar ist. So schätzte offensichtlich auch Grin die Stellung ein und damit zurück zur Partie:

32.Sd5 Sf7 33.Se3 Tc5 34.Td4 Sd6 35.c4?! Weiß wird etwas lockerer 35...Tc8 36.b3 Sb7 37.Ke2 Sc5

Auf 37...Td8 folgt 38.Sd5. Sollte Weiß hier die Türme mit 38.Txd8 tauschen? Gegenüber dem letzten Springerendspiel beim 32.Zug hat sich schließlich etwas verändert: Die weißen Damenflügelbauern haben sich bewegt - vor allem mit 35.c4 - und somit potentielle Einbruchsfelder (b4, c3, a3) geöffnet. Weiß hätte dem jedoch einen starken Springer auf d5 entgegenzusetzen. Die Frage ist, ob das reichen würde ? Die nächste Anmerkung soll das klären.

38.Kd2 Sd3 39.Sd5 Sc5 40.Se3 Sb7 41.Sd5 Sd6 42.Se3 Tc5 43.Ke2 Tc7 44.Td5 Sf7 45.Kd2 Tc8

Erneut steht die Frage der Anmerkung von Zug 37 im Raum: 45...Td7 46.Txd7 Kxd7 Allerdings erzwingt nun der starke 47.Sd5 eine Auflockerung der schwarzen Stellung: 47...Kd6 [47...Ke6 48.Kd7 Sd5] 48.Sf6 h6 49.Kc3 Sd8 50.Se8+ [Lehrreich ist 50.Sg8 Ke6 51.Sxh6? Kf6 52.g4 Kg7 53.g5 Se6 -+ ; 50.Sd5 wäre Zugumstellung zum Text ] 50...Ke7 51.Sc7 Sc6 [51...Se6 und einmal mehr stehen wir vor einem möglichen Bauernendspiel: 52.Sxe6 Kxe6 53.b4 und wieder hat Weiß eine haltbare Position erreicht, diesmal offensiverer Natur. Er muß lediglich darauf achten, unter keinen Umständen mit einem vereinzelten Freibauern (bzw. einem Bauern) am Damenflügel dazustehen - dann wäre das Bauernendspiel natürlich verloren. ] 52.Sd5+ Wie oben denke ich, daß dieses Endspiel für Weiß haltbar ist. In der Partie schien dieses Meister Karlovic aber nicht zu reichen, denn:

46.g4?! Dadurch wird der Bauer f4 schwach. 46...Td8 47.Kc3 h6

47...Txd5 48.cxd5+ Kf6 49.g5+ Ke7 50.Sc4 Sd6! (Diagramm) ist eine kritische Variante, die zu meiner Überraschung tatsächlich für Weiß haltbar ist. Überraschend, weil... dieser isolierte d-Bauer kann einfach nicht gut sein, oder ?









Stellung nach 50. ... Sd6 (Variante)

51.Sxd6? Kxd6 führt in ein verlorenes Bauernendspiel: 52.Kd4 [52.Kc4 b5+ 53.Kd4 ändert nichts] 52...b5 und es gelingt Weiß auf Dauer nicht, den d-Bauern zu verteidigen, da der weiße König einerseits auf seine Bretthälfte beschränkt ist, andererseits nur ein Feld zur Verteidigung (d4) bleibt. Es könnten nun folgende Manöver auf´s Brett kommen: 53.b4 Kc7 54.Ke3 Kd7 55.Kd4 Weiß darf sich ja nicht vom Feld d4 entfernen, da sonst der d-Bauer fällt. 55...Kd6 Nun muß Weiß eines seiner Reservetempi bemühen: 56.a3 Kc7 Schwarz setzt erneut zum sogeannten "Dreiecksmanöver" an (d6-c7-d7). 57.h3 Kd6 58.h4 Kc7 59.Ke3 Kd7 60.Kd4 Kd6 und die Stunde der Wahrheit ist da.

51.Kd4? Sxc4 resultiert ebenfalls in einem verlorenen Bauernendspiel: 52.bxc4 [52.Kxc4 Kd6 53.a4 a6 Sie werden bereits bemerkt haben, daß das Feld c4 sehr wichtig ist, oder? 54.b4 b5+ 55.axb5 axb5 56.Kd4 Kc7 und das Dreiecksmanöver kennen wir bereits.] 52...Kd6 (Diagramm)









Stellung nach 52. ... Kd6 (Variante)
Die erreichte Position krönt das neue Schlüsselfeld c5. Gelangt der schwarze König auf dieses Feld, unterminiert er den gedeckten Freibauern d6 mittels ...b5. 53.a4 a6 54.h3 Kc7 Das kennen wir bereits ! 55.Kc3 Kd7 56.Kd4 Kd6 57.Kc3 [57.a5 bxa5 58.c5+ Kc7 und Weiß hat einen Gummikönig, dessen Elastizität zwischen d- und a-Bauern nicht ausreicht ] 57...Kc5 58.h4 b5, womit die Sache entschieden ist.

Komplizierter ist 51.Se5, wonach der schwarze Springer auf Jagd im weißen Lager gehen muß. Insbesondere die Schwäche f4 hat er dabei im Auge: 51...Sb5+ 52.Kc4 Sa3+ Schwarz muß die ganze Breite des Brettes nützen... klingt irgendwie nach Fußballgequatsche ! 53.Kd4 [53.Kb4 Sc2+ 54.Kc3 Se3 ist Zugumstellung zum Text ] 53...Sc2+ 54.Kc3 Se3 55.Kd4 Sg2 56.Sc6+ Kd6 57.Sxa7 Sxf4 und ich behaupte einfach mal, daß zwei verbundene Freibauern, ein schwacher weißer d-Bauer und ein sicherer schwarzer b-Bauer zum Sieg reichen sollten ;-)

51.Se3!, die Blockade des gedeckten Freibauern durch den Springer (Da gehört er auch hin !) , ist die eigentlich kritische Variante. Darauf fällt es Schwarz schwer, mit seinem Springer erfolgreich in´s feindliche Lager einzudringen, im Gegenteil muß Schwarz aufpassen, daß die Kreise seines Springers nicht empfindlich begrenzt werden, z.B. 51...Sb5+ 52.Kc4 Sa3+ 53.Kd4 Kd6 54.Kc3 Kc5 55.b4+ Kd6 56.Kb3 Sb5 57.Kc4 a6 58.a4 Sc7 Wenn Weiß nun Schwarz nicht den Gefallen 59.b5? axb5 60.axb5 Kd7 61.Sc2 Ke7 62.Se3 Kd6 (Springer können bekanntlich keine Tempi gewinnen) tut, sondern schlicht 59.Kd4 zieht, steht Schwarz leicht bedröppelt dar. Austempieren kann er den König nun nicht, da dieser die Felder d4 und c4 hat. Zudem hat der vormals stolze Rappe kaum noch Möglichkeiten, weiße Bauer "umzurennen". Auf 59...b5, um dem König das Feld c4 zu nehmen, kommt lakonisch die Antwort 60.a5 und Schwarz ist dümmer als zuvor. Auch der Versuch, mittels 51...Sb7 via c5 und d3 einen "Maulwurf" einzuschleusen, kann von Weiß nachhaltig unterbunden werden: 52.b4 b5 [52...a5? 53.Sc4 ] 53.Kd4 Der schwarze Gaul kann sich im schwarzen Lager nicht mehr so recht rühren, neue Positionen erreicht er nur über das Feld d6. Dann aber wird das Feld c5 frei für den weißen Monarchen. Schwarz behält mit seiner Wahl des Zuges also wiederum recht und damit zurück zur Partie:

48.h4 fxg4 49.Txd8 Sxd8 50.Kd4 Sf7 51.Sxg4?

Erst hier greift Weiß entscheidend daneben: Nach 51.Kxe4 Sd6+ 52.Kd3 h5 53.b4 muß der schwarze König mit seiner Bretthälfte vorlieb nehmen und kann Gewinnversuche nicht unterstützen. Auch der mächtige Springer 53...Sf5 wirkt nach 54.Sg2 etwas ratlos.

51...Kf5 52.Se5

52.Sf2 Kxf4 53.Sxe4 Se5 reicht auch nicht, z.B. 54.Sd6 Sf3+ 55.Kd5 Sxh4 56.Sc8 Sf5 57.Sxa7 h5 und der h-Bauer ist nicht zu stoppen.

52...Sxe5 53.fxe5 e3 54.Kxe3 Kxe5 Ein sehr lehrreiches Bauernendspiel mit Bauernmajoritäten auf beiden Flügeln ist entstanden, daß zwar materiell gleichsteht, jedoch für Weiß verloren ist:









Stellung nach 54. ... Kxe5

Was spricht für Schwarz ? Der wichtigste Faktor ist der schwarze König, der aktiver bzw. offensiver steht. Man kann sich das leicht veranschaulichen, wenn man den Weg berücksichtigt, den die beiden Könige jeweils zur feindlichen Bauernmajorität zurückzulegen haben. Der schwarze König wäre per Luftlinie schneller am Feind. Dazu kommt, daß seine Chancen, noch auf ein Bauernfrühstück zu treffen, wesentlich höher sind. Während Schwarz seinen Königsflügel schnell durch Abtausch bereinigen kann (bliebe nur noch ein schwarzer Bauer), hat Weiß da noch größere Probleme bzw. potentielle Ziele für den gegnerischen Monarchen.

55.b4

55.Kd3 [ 55.a3 ist Zugumstellung zum Text, auf 55.Kf3 folgt natürlich 55...Kd4 56.Kf5 a5 ] kann natürlich Zugumstellung sein, doch Schwarz kann besser mit 55...Kf4 gewinnen: 56.b4 [ 56.Ke2 Ke4 ] 56...g5 57.hxg5 [57.Kd4 g4 und der Bauer zieht mit Schach ein. Als kleinen, lehrreichen Scherz könnte Schwarz 57...gxh4 58.c5 h3 59.c6 h2 60.c7 h1D 61.c8D Dd1+ nebst Dc1+ ziehen. Ein nicht seltenes Manöver. ] 57...hxg5 58.c5 bxc5 59.bxc5 Ke5 60.c6 Kd6 61.Ke4 Kxc6 62.Kf5 Kb5 63.Kxg5 Ka4 64.Kf5 Ka3 65.Ke5 Kxa2 66.Kd4 Kg6 und der a-Bauer macht seinen Weg.

55...a5!?

Ermüdet Schwarz ? 55...g5 56.hxg5 hxg5 gewinnt analog der letzten Anmerkung.

56.a3 a4 Schwarz macht´s wirklich kompliziert. 57.Kd3 g5 58.hxg5 hxg5 59.Ke3 g4 60.Kd3 g3 61.Ke3 g2 62.Kf2 Kd4 63.c5 bxc5 64.b5 c4?!Schwarz scheint wirklich Freude an der Partie zu haben, vielleicht in dem Bewußtsein, zwar ungenau zu ziehen, aber geraaaaaade noch Züge zu wählen, die reichen. Nun wird´s ein Damenendspiel, daß offensichtlich sogar gewonnen für Schwarz ist. Wie macht Meister Grin das bloß ?

Mit 64...Kd5 hätte er dagegen leicht gewinnen können: 65.Kxg2 Kd6 [ 65...c4? geht aber daneben: 66.Kf3 Kc5 67.Ke3 Kb6 (67...Kxb5 68.Kd4) 68.Kd4 Kxb5 69.Ke3 Kc5 70.Ke4 Kc6 71.Kd4 Kb5 72.Ke3 Kc5 73.Ke4 ] 66.Kf3 Kc7 67.Ke4 Kb6 68.Ke5 Kxb5 69.Kd5 Kb6 70.Kc4 Kc6 71.Kc3 Kd5 72.Kd3 c4+ 73.Kc3 Kc5 74.Kc2 Kd4 75.Kd2 c3+ 76.Kc2 Kc4 77.Kc1 Kb3 78.Kb1 Kxa3 79.Kc2 Kb4

65.b6 c3 66.b7 c2 67.b8D g1D+ 68.Kxg1 c1D+ 69.Kg2 Dxa3









Stellung nach 69. ... Dxa3

70.Df4+ Kc3 Das Ziel des schwarzen Chefs muß natürlich die Ecke vor dem Bauern sein. Das Ziel des weißen Würdenträgers, der recht unglücklich steht, heißt zuerst: Möglichst raus aus dieser Bretthälfte (oder anders ausgedrückt: möglichst weit weg von dem Bauern, da er ja nun einmal nicht mehr vor den Bauern kommt.) Sein Idealfeld wäre sicher h5. Dazu hat er nun seine letzte Chance, da der schwarze König seiner eigenen Dame in die Schußlinie kommen muß. Aber... 71.De3+ Don´t worry, es hätte wahrscheinlich eh´nicht gereicht:

71.Kh3 läßt zwar Zweifel offen, ob dieses Endspiel wirklich gewonnen ist. Vielleicht kann hier ja ein Leser erhellendere Einsichten vermitteln, ich bin nach ellenlangen Varianten, die diesen Cookie vom Volumen her verdoppeln würden, zur Ansicht gekommen, daß Weiß die Partie nicht halten kann, verschone den Leser aber entgegen früherer Absichten mit dem Variantengewirr. Zeigt man nämlich erst einmal eine, muß man sie mit anderen Varianten untermauern, diese ihrerseits begründen und schon sind weitere 50 kb weg... Die Pest über Damenendspiele !

71...Kb2 72.Dd4+ Ka2 73.Dd5+ Db3 74.Da5 a3 75.Kf1 Ka1 76.Ke1 Kb2 77.Dd2+ Dc2 0-1


Copyright © 24.03.2003 Thomas Siebe

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